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Vom Altersfleck zum Hautkrebs
Auffällige Hautveränderungen abklären
Vom Altersfleck zum Hautkrebs
Eine unterschätzte Gefahr für die alternde Haut stellen zumeist unbeachtete
Altersflecken dar – es handelt sich dabei um ein Frühstadium von Hautkrebs.
Im Volksmund als »Altersflecken« bezeichnet, zählen die so genannten »Aktinischen Keratosen« zu einer unterschätzten Gefahr, denn es handelt sich bei diesen Hautveränderungen um ein Frühstadium von Hautkrebs. Schätzungen zufolge ist beinahe jeder zweite Über-60-Jährige von diesen Hautveränderungen betroffen. Hautspezialisten empfehlen, Altersflecken unbedingt untersuchen bzw. behandeln zu lassen. Werden Hautveränderungen wie die Aktinische Keratose rechtzeitig erkannt, lassen sich diese gut behandeln.
Wie man Altersflecken erkennt
Altersflecken werden als rötliche Flecken oder schuppige Erhebungen der Haut sichtbar. Es handelt sich um Verhornungsstörungen der Haut. »Aktinisch« bedeutet durch Strahlen verursacht, »Keratose« ist der medizinische Begriff für Verhornung. Als »Sonnenschwielen« werden sie oft verharmlost, allerdings zu unrecht. „Bei den verbreiteten Aktinischen Keratosen handelt es sich um eine behandlungspflichtige Hauterkrankung. Betroffene sollten ungedingt einen Dermatologen aufsuchen, um das Problem abzuklären“, betont Univ.-Prof. Dr. Hubert Pehamberger, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und Leiter der Abteilung für Allgemeine Dermatologie, Medizinische Universität Wien.
Vom Altersfleck zum »Hellen Hautkrebs
Zu den Risikogruppen der Aktinischen Keratosen zählen insbesondere Menschen ab dem 40. Lebensjahr, Menschen mit hellem Hauttyp und Männer, die dem Sonnenlicht häufig ungeschützt ausgesetzt sind. Zudem kann ein geschwächtes Immunsystem ebenso zur Entstehung dieser Hauterkrankung beitragen. Warum die Altersflecken unbedingt kontrolliert werden sollten: Rund 10 bis 15 Prozent der Altersflecken können sich zu einem Plattenepithelkarzinom entwickeln. Diese Form eines Karzinoms wird dem »Hellen Hautkrebs« zugeordnet, welcher alle nicht-melanozytären Tumore zusammenfasst, d.h. alle Hautkrebsarten mit Ausnahme des »malignen Melanoms«. Zum »Hellen Hautkrebs« zählen vor allem Basaliome (Basalzellkarzinome) und Spinaliome (Plattenepithelkarzinome). Das Plattenepithelkarzinom der Haut ist nach dem Basalzellkarzinom der zweithäufigste Hauttumor. Neben UV-Bestrahlung spielen auch chronische Wunden, Entzündungen, Verbrennungen, Narben sowie Arsen- und Röntgenbestrahlung in der Entstehung des Plattenepithelkazinoms eine Rolle. Ein hohes Risiko haben auch Menschen, die auf eine immununterdrückende Therapie angewiesen sind, etwa nach Organtransplantationen oder bei einer HIV-Infektion.
Der richtige Schutz
Besonders häufig tritt die Aktinische Keratose am Kopf, im Gesicht, im Schulter- und Dekolletébereich, an den Unterarmen und Handrücken auf – also an Stellen, die besonders intensiv der Sonne ausgesetzt sind. Sonnenschutzmittel, wie z.B. die Anwendung eines hochwirksamen UVB/UVA-Sonnenfilters können der Entstehung der Aktinischen Keratose und damit eines möglichen Hautkrebses entgegen wirken und sollten daher bei Exposition unbedingt aufgetragen werden.

Erfolgreiche Behandlungsmethoden
Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die richtige Diagnose, die durch einen Hautarzt gestellt werden sollte. Am Beispiel der Altersflecken kann eine Behandlung durch Vereisen der Läsionen (Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff), durch Abtragen der betroffenen Areale mit einem scharfen Löffel (Kürettage) oder durch eine photodynamische Therapie (Bestrahlung nach Auftragen einer photosensibilisierenden Substanz) erfolgen. Neue Möglichkeiten in der Therapie bieten anwenderfreundliche Gele oder Salben, die gut verträglich sind und eine gute Alternative zu konventionellen Therapien darstellen. Beispiele hierfür sind etwa ein Gel mit dem Wirkstoff Diclofenac bzw. eine Creme mit dem Wirkstoff Imiquimod. Der Wirkstoff Imiquimod aktiviert die körpereigene Krebsabwehr und schafft die Voraussetzung für eine zielgerichtete Aktivität gegen die erkrankten Zellen. Der in dem Gel enthaltene Wirkstoff Diclofenac führt zu einer Hemmung der Entzündung, Verbesserung der Immunabwehr und reduziert das Tumorwachstum. Die gängigen invasiven Verfahren zur Behandlung Aktinischer Keratosen sind oft schmerzhaft und hinterlassen Narben, die besonders im Gesicht als störend empfunden werden. Gel und Creme unterstützen die Heilung der Aktinischen Keratose ohne Bildung von störenden Narben und ohne Schmerzen.
Die Selbstuntersuchung der Haut
Um eventuelle Hautveränderungen rechtzeitig zu erkennen, empfiehlt es sich in regelmäßigen Abständen die Haut selbst zu untersuchen. Dazu sollten rund alle drei Monate besonders gefährdete Körperstellen wie Gesicht, Ohren, unbehaarte Kopfhaut, Nacken, Dekolleté, Hand- und Fußrücken auf schuppige Stellen abgesucht werden. Das Auffinden schuppiger Stellen kann mittels Seh- oder Tastbefund erfolgen.
Zum Schluss sollten auch Arme und Beine genau untersucht werden. Betrachten Sie Ihre Haut genau und bedacht, vergessen Sie dabei nicht auf die Rückenpartie. Dazu können Sie bei guter Beleuchtung einen Handspiegel zu Hilfe nehmen oder Sie lassen sich von einer anderen Person helfen. Bemerken Sie bei der Selbstuntersuchung auffällige Hautveränderungen, sollten Sie, auch wenn Sie sich nicht sicher sind, unbedingt einen Hautarzt konsultieren.
Bei weiteren Fragen zum Thema stehen wir Ihnen wie immer natürlich jederzeit zur Verfügung.
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