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Der Bauchumfang ist ausschlaggebend!

Bereits in den 40er Jahren verzeichnete ein französischer Arzt namens Dr. Jean Vague die Auffälligkeit, dass bei übergewichtigen Patienten Komplikationen eher in Zusammenhang mit der Fettverteilung als mit einem erhöhten Körpergewicht stehen. Lesen Sie in unserem dritten Teil der Serie »Das metabolische Syndrom« wann die »Apfelform« ungesund werden kann.
Die bauchbetonte Fettverteilung, die in der Fachsprache auch unter den Begriffen androide (männliche), abdominelle oder viszerale Fettverteilung geläufig ist, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für koronare Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes und einer erhöhten Sterblichkeit. An der Universität Barcelona in Spanien stellten Wissenschaftler in einer Studie an 308 Männern und 279 Frauen fest, dass ein vermehrter Umfang an abdominalem Fett (das gefährliche Bauchfett) unabhängig vom BMI hinsichtlich dem Erkrankungsrisiko für Atherosklerose gefährlicher ist als andere Fettablagerungen im Körper. Im Gegensatz zum Body Mass Index (BMI), der die Relation von Körpergröße und –gewicht betrachtet und eher zur Beurteilung des Ausmaßes des Übergewichts geeignet ist, lässt der Bauchumfang eine verlässliche Beurteilung der Fettverteilung zu und ermöglicht einen besseren Einblick in die gesundheitliche Gefährdung. Sehen Sie dieser Gefahr ins Auge und greifen Sie zum Maßband!
Auf die Fettverteilung kommt es an!
Die Beurteilung des Körpers, so etwa in Form des BMI, besitzt in der Abschätzung des individuellen Herz-Kreislauf-Gesundheitsrisikos eine nicht besonders hohe Aussagekraft. Deutlich Auskunft über die Fettverteilung und so auch über eventuelle metabolische oder Herz- und Gefäßkomplikationen gibt vielmehr der Bauchumfang. Die Messung des Bauchumfanges gilt auch in der Fachwelt als einfache und verlässliche Methode, übermäßiges inneres Bauchfett bestimmen zu können. Angaben zufolge werden durch diese Methode bis zu 75 Prozent des Fettanteils ermittelt. Ist Ihr Bauchumfang als Mann größer als 102 cm, so haben Sie ein deutlich erhöhtes Risiko für metabolische und/oder Herz- und Gefäßkomplikationen, dies trifft bei Frauen schon ab einem Bauchumfang größer als 88 cm zu. Vorsicht ist bei Männern ab einem Bauchumfang größer als 94 cm, bzw. bei Frauen größer als 80 cm angebracht – hier besteht ein erhöhtes Risiko. Ein optimaler Bauchumfang liegt bei Frauen unter 80 cm und bei Männern unter 94 cm.
Bauchumfang in cm Risiko für Begleiterkrankungen Männer ≥ 94 erhöht Männer ≥ 102 deutlich erhöht Frauen ≥ 80 erhöht Frauen ≥88 deutlich erhöht
Warum der Bauchspeck besonders gefährlich ist
Unter Experten wird diskutiert, die Referenzwerte für die Bestimmung des Bauchumfanges in Bezug auf das metabolische Syndrom zu senken, denn auch im nicht krankhaft fettleibigen Bereich kann sich ebenso eine viszerale Fettverteilung zeigen – unter diesem Fachbegriff wird eine Fettansammlung an den Organen, von welcher besondere Gefahr ausgeht, verstanden. Auch bei einem scheinbar sicheren BMI kann eine erhöhte Gefahr für das metabolische Syndrom gegeben sein. Der »Apfeltyp« findet sich insbesondere beim männlichen Geschlecht und steht im Fokus der Diskussion rund um das metabolische Syndrom. Hier sammelt sich das Fett an der Bauchhaut, am Rücken, an den Bauchseiten und an den inneren Organen (insbesondere Magen, Darm und Leber). Unter dem »Birnentyp« versteht man eine gynoide, also eine eher weibliche Form der Fettverteilung. Die Fettpolster befinden sich bei diesem Typ an Hüfte, Oberschenkel und Gesäß. Selten findet sich bei Männern der Birnentyp, bei Frauen jedoch kann es häufig zu einer Apfeltyp-Verteilung des Fettes kommen. Da Fettzellen im Bereich des Bauches anderen Stoffwechselgesetzen unterliegen als Fettzellen an Gesäß, Hüfte und Oberschenkel, geht von der Apfeltyp-Verteilung eine höhere Gefahr aus als vom Birnentyp. Das stoffwechselaktive Fett rund um den Bauch beeinflusst den Fett- und Zuckerstoffwechsel negativ, sodass Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes die Folge sein können.
So messen Sie Ihren Bauchumfang richtig
So stellen Sie Ihren BMI-Wert fest
Zur Ermittlung Ihres BMI-Wertes dividieren Sie Ihr Körpergewicht in »kg« durch Ihre Körpergröße in »m« zum Quadrat. Die Formel dafür lautet: BMI (kg/m2) = Körpergewicht (kg) / Körpergröße (m2). Ab einem Wert von größer 30 kg/m2 spricht man von einer Adipositas – also einer krankhaften Fettsucht. Aber vergessen Sie nicht! Weniger Aufwand bedeutet es, einfach den Bauchumfang zu messen! Dieser besitzt mehr Aussagekraft als der BMI. Auch ein normaler BMI kann von einer bauchbetonten Fettverteilung begleitet sein!
Beurteilung BMI Risiko für Begleiterkrankungen Übergewicht > 25,0 ab hier – Vorsicht! Präadipositas 25–29,9 gering erhöht Adipositas Grad I 30–34,9 erhöht Adipositas Grad II 35–39,9 hoch Adipositas Grad III ≥ 40 sehr hoch
Abnehmen schützt Ihr Herz!
Bereits eine Körpergewichtabnahme von 5 bis 10 Prozent, führt zu einer Verminderung Ihres Bauchumfanges und damit in Verbindung zu einer Reduktion des inneren Bauchfettes um etwa 30 Prozent. Sie beeinflussen damit nicht nur Ihr äußeres Erscheinungsbild positiv, sondern bewegen sich im Sinne von Blutdruck, Blutzucker und Blutfette in die richtige Richtung.
Sie senken damit Ihr persönliches Risiko einer Artherosklerose und in weiterer Folge Ihr Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Haben sich bei Ihnen schon einige Röllchen um den Bauch angesammelt, kann ich Sie beruhigen: Das Fett um den Bauch ist wesentlich leichter wegzuschmelzen als das Fett an den Hüften! Starten Sie Ihren inneren Fatburner mit einem aktiven und vitalen Frühling. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, Bewegung in Ihr Leben zu integrieren. Das Maßband soll Sie dabei begleiten!
08:00 - 12:00
14:00 - 18:00
Samstag:
08:00 - 12:00
Hast du nicht etwas vergessen? Ja, dich meine ich. Du wolltest mir doch schreiben. Weil du mir wichtig bist, interessiere ich mich für deine Meinung, deine Wünsche und Anregungen.
Also, noch ein letzter Versuch - meine E-Mail-Adresst lautet office@frosch
bergapo.at
Bis dann also!