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Die Aktion läuft von 27.12.2011 - 31.01.2012
Gesunde Zähne – Gesunder Körper
Zahngesundheit ist für den ganzen Körper wichtig!
Gesundes Zahnfleisch und gesunde Zähne sind Ausdruck für Gesundheit und Wohlbefinden des ganzen Körpers. Parodontitis wird mittlerweile als »Volksleiden« bezeichnet und darf nicht verharmlost werden – schwer wiegende Erkrankungen können die Folge sein.
Parodontitis – eine Entzündung, die Teile des Zahnhalteapparats
irreversibel zerstört – kann zu Zahnverlust führen. Einmal begonnen, kann Parodontitis nicht rückgängig gemacht werden. Aktive Vorsorge, eine rechtzeitige Diagnose und eine frühe Therapie können zu einer erfolgreichen Behandlung beitragen. Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) leiden ca. 60 Prozent aller Erwachsenen unter behandlungsbedürftigen Zahnfleischentzündungen. Rund 70 Prozent aller Zahnverluste beim Erwachsenen sind auf Parodontitis zurückzuführen. Man geht davon aus, dass die Dunkelziffer der parodontalen Erkrankungen um etwa ein Drittel höher liegt. Diese Dimensionen lassen die Bezeichnung der Parodontitis als Volkskrankheit zu.
Erste Warnsignale
Anfangs wird die ernstzunehmende Erkrankung noch auf die leichte Schulter genommen. Die Beschwerden und Schäden am Zahnapparat entstehen erst nach längerer Zeit. Der fortschreitende Knochenabbau geht langsam und schmerzlos unterhalb des Zahnfleisches vor sich, so dass der Betroffene die Erkrankung oft nur schwer rechtzeitig selbst erkennt. Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Paradontitis sind die Folge von nicht entferntem Zahnbelag (Plaque), der Zahnstein bilden kann. Erste Warnsignale sind unter anderem Mundgeruch, Zahnfleischbluten, Verfärbungen des Zahnfleisches, Zahnfleischrückgang, geänderte Zahnstellung, lockere Zähne und Zahnausfall. Konsequent und richtig durchgeführte Zahnpflege sowie professionelle Mundhygiene beim Zahnarzt sind die wirkungsvollsten Maßnahmen, um das Auftreten von Parodontitis zu verhindern.
Ursachen parodontaler Erkrankungen
Bei der Entstehung parodontaler Erkrankungen spielen meist viele Faktoren zusammen. Dazu zählen unter anderem mangelnde oder falsch durchgeführte Mundhygiene, Rauchen, Stress, ein Mangel an Vitamin C sowie unausgewogene Ernährung. Aber auch genetische Veranlagung, die Einnahme von Medikamenten, hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren sowie Krankheiten wie Diabetes oder Aids können Parodontitis verursachen. Da Parodontitis eine bakterielle Entzündung ist, besteht auch Ansteckungsgefahr über erkrankte Partner oder von Müttern zu Kindern; daher sollten Mütter z.B. auch nicht den Schnuller ihrer Kinder ablutschen!
Die Verdauung beginnt im Mund
Mit dem Kauen beginnt die Verdauung bereits im Mund. Eine Reihe aktueller Untersuchungen weist deutlich darauf hin, dass entzündliche Erkrankungen des Zahnfleisches beispielsweise mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Lungenerkrankungen oder Komplikationen in der Schwangerschaft in Wechselwirkung stehen. Bakterien oder ihre Produkte können aus tiefen geschwürigen parodontalen Zahntaschen direkt in die Blutbahn ausgeschwemmt werden – die innere Zahntaschenoberfläche kann bis zur Größe einer Handfläche betragen. Durch verändertes parodontales Gewebe können produzierte Entzündungsstoffe bei entzündlichen Schüben so ansteigen, dass diese über den ganzen Körper verteilt werden.
Frühgeburt durch Parodontitis
Mittlerweile untermauern viele Studien, dass Mütter, die während der Schwangerschaft Parodontitis haben, einem 8,6-fach höheren Risiko unterliegen, eine untergewichtige Frühgeburt zu haben. Schätzungen gehen davon aus, dass parodontale Infekte für etwa 18,2 Prozent aller Frühgeburten verantwortlich sind. Schwangere Frauen sollten daher besonders auf ihre Mundgesundheit achten.
Die richtige Pflege
Schon bei den ganz Kleinen sollten die Zähne einmal täglich mit einer weichen Zahnbürste oder einem Wattestäbchen gesäubert werden. Für ältere Kinder und Erwachsene gilt, dass sie mindestens zweimal täglich – besser nach jeder Mahlzeit – die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste oder einer weichen Handzahnbürste putzen. Die Zahnpasta sollte Fluorid enthalten, dieses wirkt karieshemmend. Bei Zahnfleischentzündungen kann Salbei helfen. Einfach ein wenig getrockneten Salbei auf die Zahncreme geben und wie gewohnt putzen. Die Zahnpflege sollte immer mit den Zahnzwischenräumen beginnen. Hier kommen Zahnseide oder Zwischenraumbürstchen zum Einsatz. Mit ihnen können die Essensreste zwischen den Zähnen beseitigt werden, dort wo die Zahnbürste nicht hinkommt. Man sollte den Mund gründlich spülen, bevor die Zähne an der Reihe sind. Die Borsten der Zahnbürste werden dabei in einem Winkel von 45 Grad zwischen Zahn und Zahnfleisch angesetzt. Dann putzt man jeden Zahn von innen und außen mit mäßigem Druck nach der so genannten Rütteltechnik. Mit kreisenden Bewegungen werden zum Schluss die Kauflächen geputzt. Wer gerade säurehaltige Nahrung oder Getränke wie Orangensaft oder Cola zu sich genommen hat, sollte ca. 30 Minuten warten, bevor die Zahnbürste zum Einsatz kommt. Die Säure greift den Zahnschmelz an, was durch das Zähneputzen noch verstärkt wird. Durch den Speichelfluss wird der Zahn aber wieder remineralisiert, was ungefähr eine halbe Stunde dauert. Länger sollte man das Putzen jedoch nicht aufschieben, sonst beginnt der Zucker, die Zähne anzugreifen. Wer sich nicht nach jeder Mahlzeit sofort die Zähne putzen kann, sollte ruhig mal zum Kaugummi greifen. Durch das Kauen wird der Speichelfluss angeregt, der wiederum die Zähne reinigt und die Zahnoberfläche remineralisiert. Der Kaugummi sollte zuckerfrei sein. Auch wenn es weh tut, sollte man blutendes Zahnfleisch nicht schonen, sondern gründlich mit Zahnbürste, Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen putzen. Häufig haben sich bereits Beläge auf den Zähnen gebildet, die entfernt werden müssen. Zahnfleischbluten ist deshalb ein Hinweis darauf, das Kauwerkzeug gründlicher zu reinigen!
Wenn es einmal schmerzt
Karies, Parodontose, herausgefallene Füllungen oder überempfindliche Zähne können Zahnschmerzen auslösen. Meistens kommen die Schmerzen zu einem ungünstigen Zeitpunkt – mitten in der Nacht, auf Urlaub oder am Wochenende. Haben Sie Schmerzen, sollten Sie möglichst schnell einen Zahnarzt aufsuchen, um den Ursachen auf die Spur zu kommen. Bis dahin können einige Tipps den Schmerz lindern.
Tipps gegen Zahnschmerz
Die richtige Zahnpflege für Kids
Bereits bei den Milchzähnchen der Kleinen sollte eine fluoridhaltige Kinderzahnpasta zum Einsatz kommen. Im ersten und zweiten Lebensjahr genügt es, wenn einmal täglich eine erbsengroße Portion Kinderzahncreme mit 500 ppm Fluorid auf der Zahnbürste landet, ab dem dritten Geburtstag sollten es täglich zwei dieser kleinen Mengen sein. Ab dem siebenten Lebensjahr, kann die Zahnpaste der Eltern mitbenutzt werden, diese hat meist mehr als 1.000 ppm.
Tipps zur optimalen Mundhygiene
Hochwertige Zahnpflege aus Ihrer Apotheke
Ihr Apotheker berät Sie gerne über geeignete Zahnpflegeprodukte, die auf die speziellen Bedürfnisse Ihrer Zähne und des Zahnfleisches abgestimmt sind. Neben medizinischen Zahnpasten oder -gels mit erhöhtem Fluoridgehalt oder diversen Heilkräutern, die besonders das Zahnfleisch pflegen, bietet das Sortiment der Apotheke auch verschiedenste Zahnspüllösungen, Zahnbürsten und -zwischenraumbürsten, auch in Abstimmung auf bestimmte Altersgruppen wie etwa Kinder oder ältere Personen. Darüber hinaus finden sich auch Medizinprodukte, die der Zungenpflege dienen.
Zahnseide
Neben den klassischen Elementen Bürste und Zahnpasta sollte auch
Zahnseide regelmäßig verwendet werden, um eine effektive Pflege zu erreichen. Damit lassen sich die Zahnzwischenräume reinigen. Sie wird meist auf kleinen Abreißrollen angeboten und ist gewachst sowie ungewachst erhältlich. Ungewachste Zahnseide fasert im Zahnzwischenraum auf und erfasst so sehr gründlich die Beläge. Gewachste Zahnseide ist glatter und kann daher vor allem von Anfängern leichter in den Zahnzwischenraum eingeführt werden, sie dreht sich allerdings nicht auf. Eine weitere Möglichkeit sind elektrisch betriebene Geräte, bei denen der Faden rasch hin und her bewegt wird. Man sollte sich die Handhabung eines solchen Gerätes von einem Fachmann zeigen lassen.
Interdentalraum-Bürsten
Als Alternative dazu können so genannte Interdentalraum-Bürsten dienen. Sie säubern die Bereiche, die man mit normalen Zahnbürsten nicht erreicht: zum Beispiel die Zahnzwischenräume sowie Stellen an Zahnspangen und festsitzendem Zahnersatz. Die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume ist nicht nur bei einem Gebiss mit ausschließlich gesunden Zähnen sinnvoll, sondern vor allem bei Situationen mit Füllungen, Kronen, Implantaten und Zahnspangen. Damit kann die Entwicklung oder der Fortschritt eines schädigenden Entzündungsprozesses vermieden werden. Die kleinen Bürstchen ähneln Pfeifenreinigern und sollten möglichst waagrecht in die Zahnzwischenräume eingeführt werden.
Mundduschen
Auch Mundduschen unterstützen die Zahnreinigung, sie dürfen jedoch nicht als Ersatz für das Zähneputzen verstanden werden. Unabhängig davon, ob man sich ein Modell mit direktem Wasseranschluss oder mit Batterie und Pumpe zulegt – ausschlaggebend ist die richtige Handhabung: Der Wasserstrahl darf nicht zu hart sein und muss waagrecht in den Mund geführt werden. Auf keinen Fall darf das Wasser schräg gegen den Zahnfleischansatz gestrahlt werden, da sonst Zahnbeläge in die Zahnfleischtaschen transportiert werden.
Mundspülungen
Nicht zu Letzt werden Mundspülungen gerne zur Pflege herangezogen. Hierbei wird zwischen kosmetischen und medizinischen Lösungen unterschieden. Medizinische Spülungen dienen der Fluoridierung oder wirken antibakteriell. Über das Angebot medizinischer und kosmetischer Mundspülungen informiert Sie gerne Ihr Apotheker.
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